Kampf der Meergötter, Wien Alb, Nr. 3061

Aus Dürer Tintenanalyse
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Wien Albertina Kampf der Meergötter 3061.jpg
Sujet: Kampf der Meergötter
Sammlung, Inv.Nr.: Wien, Albertina, 3061
Datierung (Forschungsstand): "1494"
Verso: x
Beischriften, Monogramm, Datierung: "1494", "Ad"
Wasserzeichen: vorhanden, konnte nicht geprüft werden
Technik (Forschungsstand): Feder; laut Strauss "brown and sepia ink"
Bemerkungen: Winkler: "Im Gegensatz zum Bacchanal ... echt signiert und datiert"
Standardliteratur: Winkler 60; Strauss 1494/13; AK Wien 2003, Nr. 14


Inhaltsverzeichnis

Zur Zeichnung

Die Zeichnung ist wie das Wiener Blatt Bacchanal mit Silen nach einem Kupferstich Andrea Mantegnas (B. 17) angefertigt worden. Dabei fällt Dürers eigene Schraffurentechnik für die Positionierung der Figuren im weiter erscheinenden Raum auf. Kontrovers diskutiert wird, ob Dürer die weit verbreiteten Stiche Mantegnas bereits in Nürnberg kennenlernte und die Zeichnungen dort anfertigte, oder ob sie auf seiner Reise gen Süden entstanden sind.

Kunsthistorische Fragen an Tinte und Wasserzeichen

  • Gibt es Korrekturen/Akzentuierungen in anderem Zeichenmittel?
  • Verhältnis zu Albertina 3060 Bacchanal mit Silen. Da selber Stoff/Motiv/Vorlage in gleichem Zeitraum und also evtl. in selber Tinte angefertigt wie das "Bacchanal"?
  • Spricht eventuelle Tintendiversität für längeren Zeichnungsprozess?
  • Verhältnis der Tinte von "1494" und "Ad" zur Zeichnungstinte.

Fazit

  • In dieser Zeichnung ließ sich einschließlich der Beischriften eine sehr homogene Eisengallustinte nachweisen. Leicht davon weicht die Tinte des Messpunktes 5 ab, was innerhalb der Messtoleranz keine Auswirkungen hat.
  • Der blattübergreifende Vergleich der Meergötter mit dem Wiener Bacchanal-Blatt (Inv. 3060) ergibt, dass die einheitliche Tinte von Beschriftung und Darstellung auf dem Meergötter-Blattes mit der Zeichnungstinte des Bacchanals übereinstimmt. Allein die Beschriftungstinte des Bacchanals weicht davon ab.


Conclusion

  • In this drawing, we have been able to show that a very homogeneous iron gall ink was used throughout – in the inscriptions as well. The ink at measurement 5 diverged slightly from the norm, but was within the measuring tolerance parameters.
  • The page comparison between the “Sea Gods” drawing and the “Bacchanalia” (Inv. 3060) reveals that the same ink was used to draw both works, as well as for the inscription of “Sea Gods”. Only the ink used in the inscription of “Bacchanalia” diverges.



Anmerkungen


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