Segnender Christus, London BM, 1854-6-28-23

Aus Dürer Tintenanalyse
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Infobox
London BM Segnender Heiland 1854 628 23 beschn web.jpg
Sujet: Segnender Christus
Sammlung, Inv.Nr.: British Museum, London, 1854-6-28-23
Datierung (Forschungsstand): 1469 (?) oder später
Verso: x
Beischriften, Monogramm, Datierung: "das hat hubsch martin gemacht jm 1469 jor"
Wasserzeichen: kein Ergebnis
Technik (Forschungsstand): Tinte
Bemerkungen: ?
Standardliteratur: Winkler 13; Strauss XW.13; Rowlands/Bartrum 1993, Nr. 13; AK Nürnberg 2012, Nr. 35


Zur Zeichnung

Während von der Forschung die Authentizität der Beischrift von Dürers Hand nicht angezweifelt wird, wurde ihre Datierung um 1500 diskutiert und zuletzt nach 1520 nahegelegt (AK London 2002, S. 96-97, Nr. 25). Außerdem strittig war, ob es sich um eine originale Zeichnung Martin Schongauers handelt, wie es die Aufschrift zu besagen scheint, oder ob Dürer hier eine Schongauer-Zeichnung kopiert hat, wie man die Aufschrit ebenfalls lesen könnte. Überzeugender scheint die erste These, die zuletzt erneut bestätigt wurde.

Kunsthistorische Fragen an Tinte und Wasserzeichen

  • Bestätigt sich die augenscheinliche wie durch den Inhalt der Beischrift nahegelegte Differenzierung von Beschriftungs- und Zeichnungstinte?
  • Handelt es sich um unterschiedliche Tinten in der Darstellung, die unterschiedlichen Zeichnungsvorgängen zuzuordnen wären?


Fazit

Die Messungen haben ergeben, dass es sich bei den Eisengallustinten 1, 5, 6 (Schulter, Kontur links außen, Bodenschraffur rechts unten) um in ihrer Zusammensetzung identische Tinten handelt.

Bei der Tinte des Messpunkts 4 (Innenlinie des Gewands) handelt es sich im eine singuläre Tinte, mit der wohl die Vorzeichnung angefertigt wurde.

Hingegen weisen die Tinten 2 und 3 der Beischrift eine andere Zusammensetzung auf.



Conclusion

The examinations revealed that the iron gall inks at 1, 5 and 6 (shoulder, outer left contour, floor cross-hatching lower right) are identical in composition.

The ink at Measuring point 4 (inner line of the robe) was detected just once, and was probably the ink used in the sketch that proceeded the drawing.

Used in the inscription, inks 2 and 3 had a different composition.



Anmerkungen


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