Monogrammist AT Hl. Maria Magdalena, Erlangen, Nr. Bock 73

Aus Dürer Tintenanalyse
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Erlangen UB Monogrammist AT, Maria Magdalena recto.jpg
Sujet: Hl. Maria Magdalena des Monogrammisten "AT"
Sammlung, Inv.Nr.: Erlangen, Universitätsbibliothek, Grafische Sammlung, Bock 73
Datierung (Forschungsstand): 1467
Verso: "AT" (ligiert), "1467"
Beischriften, Monogramm, Datierung: "AT" (ligiert), "1467"
Wasserzeichen: konnte nicht geklärt werden; nach Messling: Fragment eines Dreibergs
Technik (Forschungsstand): Feder in Schwarzbraun
Bemerkungen:  ?
Standardliteratur: Buck/Messling 2009, S. 129-132, Nr. 45 (Messling)


Inhaltsverzeichnis

Kunsthistorische Fragen an Tinte und Papier

Die Zeichnung stammt nicht von Dürer. Sie wurde untersucht, weil ihre Beschriftungen zu den ältesten Monogrammen und Datierungen in der fränkischen Zeichenkunst zählen. Denn zur Frage steht, ob Dürers eigenes intensives Signieren und Monogrammieren auf älteren Konventionen seiner Lehrergeneration beruht.


Vgl. auch den Erlanger Hieronymus


  • Sind unterschiedliche Tinten innerhalb der Figur nachweisbar?
  • Stimmt die Tinte der Beischriften auf dem verso untereinander überein?
  • Stimmt die Tinte der Zeichnung mit der Tinte der Beischriften überein?


Fazit

Die Messungen haben ergeben, dass die Zeichnung in Rußtusche und Eisengallustinte ausgeführt wurde. Die Binnenzeichnung wurde hauptsächlich in Rußtusche ausgeführt (Messung 4, 5, 6), zusätzlich wurde der Kontur rechts (Messung 3, 7) - später? - mit Eisengallustinte akzentuiert.

Auch die Stirnpartie (Messung 1, 2) wurde mit einer der Außenkontur ähnlichen Tinte konturiert.

Die Datierung "1467" und Monogramm "AT" der Verso-Seite sind in einer einheitlichen, aber zu der vorderseitigen Konturierung unterschiedlichen Eisengallustinte aufgeschrieben.



Conclusion

The examinations revealed that this work was drawn in carbon ink and iron gall ink. The robe was primarily drawn with carbon ink (Measurements 4, 5, 6), but the contour to the right (Measurements 3, 7) was accentuated – at a later date? – with iron gall ink.

The outer contours of Mary Magdalene’s forehead (Measurements 1, 2) were also emphasized using a similar ink.

The date (‘1467’) and monogram (‘AT’) inscriptions on the verso side were also drawn with a homogeneous iron gall ink, although a different one than that used for the contours in the drawing.



Anmerkungen



zur Objektliste des Tintenprojekts

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