Äskulap, Berlin KuKa, KdZ 5017

Aus Dürer Tintenanalyse
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KdZ 5017.jpg
Sujet: Äskulap
Sammlung, Inv.Nr.: Berlin, Kupferstichkabinett, KdZ 5017
Datierung (Forschungsstand): 1500 (?)
Verso: nach links gewendeter Akt im Profil, mit Kreide skizziert
Beischriften, Monogramm, Datierung: "AD"
Wasserzeichen: 1498-1502[1]
Technik (Forschungsstand): Tinte, um die Figur grün und blau getuscht
Bemerkungen:  ?
Standardliteratur: Strauss XW.263; Winkler 263; Anzelewsky/MIelke 1984, Nr. 31

Inhaltsverzeichnis

Zur Zeichnung

Die konstruierte Proportionsstudie gehört zur Gruppe der drei Apollo-Zeichnungen (Winkler 261, 262, 264) und wurde wegen der Schlange für eine Darstellung des Äskulap gehalten. Die Figur wurde immer wieder auf Dürers Kenntnis von Nachzeichnungen des Apolls von Belvedere und des Herkules Farnese zurückgeführt. Die Kolorierung des Hintergrundes lässt die Gestalt plastisch hervortreten, überdeckt zugleich die Konstruktionslinien zu weiten Teilen und ruft infolgedessen einen bildhaften Eindruck hervor.

Kunsthistorische Diskussion zu Monogramm und Wasserzeichen

  • Laut Panofsky Dürers erste Proportionsstudie überhaupt!
  • Strauss XW263: “Watermark … places … in a group with others by Kulmbach, there is no evidence that Dürer used this paper after 1500.“
  • Anzelewsky/Mielke 1984, Nr. 34: „Unten das Monogramm von fremder Hand,“
  • Strauss hat „nach 1500 noch 2 Blätter Dürers mit dem gleichen Wasserzeichen“ gefunden.

Kunsthistorische Fragen an die Tinte und Papier

  • Monogramm + Zeichnung identische Tinte?
  • Glas + Körper identische Tinte, oder Glas spätere Ergänzung?
  • Vorzeichnende Zirkelschläge und Richtscheit-Partien identisch mit Zeichnungstinte?


Fazit der Untersuchungen

Tinten-/Tuschenuntersuchung aus konservatorischen Gründen nicht möglich


Ein identischer Wasserzeichenbeleg ist für Innsbruck, 1500 (POL51600) nachgewiesen. Abhängig von der zeitlichen Toleranz, die man Wasserzeichendatierungen einräumt ergibt sich hieraus ein Entstehungszeitraum von 1496-1504 (bei +/-4 Jahren) bzw. 1498-1502 (bei +/-2 Jahren). Weitere ähnliche Wasserzeichenbelege sind für den Zeitraum 1499-1504 (zzgl. zeitl. Toleranz) belegt. [2]

Ferner sind die Wasserzeichen aus DE-KHB-KL9, DE-KHB-KL10 (siehe unten) und des vorliegenden Blattes DE-KdZ-5017 als identisch anzusehen. Sie stehen unter papiergeschichtlichen Gesichtspunkten demnach in einem sehr engen Entstehungszusammenhang. Wasserzeichenbelege sind für den Zeitraum 1499-1504 (zzgl. zeitl. Toleranz) belegt.



Conclusion

An examination of the ink in this work was not possible for conservational reasons.

The watermark in this drawing’s paper indentical to a paper used for an Innsbruck document in 1500 (POL51600). Depending on the chronological tolerance factors being employed, one can therefore estimate that the work was created between 1496-1504 (+/-4 years) and/or 1498-1502 (+/-2 years). Other similar watermarks have been successfully dated to the period between1499-1504 (chronological tolerance included).

Additionally, the watermarks from DE-KHB-KL9, DE-KHB-KL10 (see below) and the page DE-KdZ-5017 can also be viewed as identical. In terms of historical correlations of paper, all of them can therefore be viewed as coming from a highly similar production process, if not a single source.



Anmerkungen



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