Schlafender Mann, Berlin KuKa, KdZ 24624

Aus Dürer Tintenanalyse
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KdZ 24624.jpg
Sujet: Schlafender Mann
Sammlung, Inv.Nr.: Berlin, Kupferstichkabinett, KdZ 24624
Datierung (Forschungsstand): 1493; 1497/98; 1503
Verso: x
Beischriften, Monogramm, Datierung: "AD"
Wasserzeichen: 1489 +2 oder +4 Jahre [1]
Technik (Forschungsstand): Tinte
Bemerkungen:  ?
Standardliteratur: Strauss 1494/2, Winkler 46; Anzelewsky/Mielke 1984, Nr. 6

Inhaltsverzeichnis

Zur Zeichnung

Aufgrund der Intimität der Darstellung und der Hand mit dem Silberdeckel darüber wurde in dem schlafenden Mann immer wieder Dürers Vater vermutet, bei dem der Sohn nach 1485 seine Ausbildung zunächst als Goldschmied begann. Stilistisch jedoch wird das Blatt nicht vor 1493 eingeordnet. Sowohl der große Maßstab der flott gezeichneten Figur als auch das gelbbräunliche Papier gelten als ungewöhnlich.

Beschreibung

  • laut Anzelewsky/Mielke 1984, Nr. 6: “Unten links Dürer-Monogramm von anderer Hand.”


Kunsthistorische Fragestellungen an die „Tinte“ und Papier

  • Monogramm + Zeichnung nicht identische Tinte?
  • Beide Zeichnungen identische Tinte?
  • Korrekturen am Männer-Rücken?


Fazit der Untersuchungen

Zeichenmitteluntersuchung aus konservatorischen Gründen nicht möglich.

Zwar ließen sich keine absolut identischen Wasserzeichen in den angeführten Wasserzeichenverzeichnissen finden, doch erscheint ein Zusammenhang mit POL 072235 (Eppstein i.Ts, 1489) möglich. Die augenscheinlichen Abweichungen könnten sich mit dem fortwährenden Gebrauch der Schöpfform erklären lassen. Das Papier von DE-KdZ-24624 wäre demnach zwar auf gleichem Schöpfsieb, jedoch zeitlich nach dem Beleg bei POL hergestellt worden. Die Datierung des POL-Beleges mit 1489 (+ 2 bis + 4 Jahre) würde somit die bisher angenommene ‚Frühdatierung’ dieser Zeichnung mit ‚1493’ bestätigen. [2]



Conclusion

The drawing materials used in this work could not be examined for conservational reasons.

It was not possible to absolutely confirm identical watermarks with one found in watermark compendia, but a connection with POL 072235 (Eppstein i.Ts, 1489) is possible. The variations between the two watermarks could be caused by ongoing wear on the sieves used to make them. In this scenario, the paper used in DE-KdZ-24624 would have been made on the same sieve as the POL paper, but at a later date. The POL paper has been dated to 1489 (+ 2 – + 4 years). This would confirm the assumed ‘early dating’ for this drawing bearing the date ‘1493’.[3]




Anmerkungen

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