Felslandschaft mit Wanderer, Wien Alb, Nr. 3055

Aus Dürer Tintenanalyse
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Wien Albertina Felsen 3055 beschn web.jpg
Sujet: Felslandschaft mit Wanderer
Sammlung, Inv.Nr.: Wien, Albertina, 3055
Datierung (Forschungsstand): undatiert. 1490/92, 1494/95, 1497, 1500
Verso: x
Beischriften, Monogramm, Datierung: x
Wasserzeichen: kein Wasserzeichen
Technik (Forschungsstand): dunkelbraune Tinte
Bemerkungen:  ?
Standardliteratur: Winkler 57; Strauss 1493/21; AK Wien 2003, Nr. 12; AK Nürnberg 2012, Nr. 89


Inhaltsverzeichnis

Zur Zeichnung

Die unterschiedlich weit ausgeführte Federzeichnung gilt als Dürers erste Landschaftsstudie. Ihre Datierung wird in der Forschung kontrovers diskutiert. Eine topografische Identifizierung der Ansicht gelingt nicht, vielleicht kopiert sie ein älteres Werkstattmuster.

Kunsthistorische Fragen an Tinte und Wasserzeichen

  • Verhältnis der aufwändigen Steinpartien links zu der flüchtigen Hintergrundarchitektur mittig und rechts sowie zum "Wandersmann" im Vordergrund. Ist die linke Felsstudie erst nachträglich (= mit neuer/anderer Tinte?) zu einem bildmäßigen Ganzen ergänzt und damit aufgewertet worden?

Fazit

Die Messungen haben ergeben, dass die motivischen Hauptteile der Zeichnung - die Felsformation und die Hintergrundarchitektur (Messpunkt 1 und 2) - in einer einheitlichen Eisengallustinte ausgeführt wurden. Ein visuell vermeintlich deutlich nachvollziehbarer, erst anschließender Anfertigungsschritt, bei dem der Wanderer der Landschaft separat und in flüchtigen Strichen hinzugefügt wurde, bestätigt sich aufgrund der Zusammensetzung der Tinte (Messpunkt 4) nur bedingt. Die im Strichbild ebenfalls gröbere Felsformation am rechten Rand wurde allerdings in einer anderen Tinte gezeichnet.

Conclusion

The measurements revealed that the drawing’s central motif – the cliff formation and background architecture (Measurements 1 and 2) – were uniformly composed with a single iron gall ink. The visually compelling belief that the figure of the wanderer was composed hastily and separately in a different stage of the drawing process could only be partially confirmed with information about the composition of the ink (Measurement 4). The roughly sketched rock formations to the right, however, definitely were drawn with a different ink.



Anmerkungen


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